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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): dolo

dolo,² od. dolōn, ōnis, m. (δόλων), I) ein längerer od. kürzerer Stab mit einem kurzen spitzen Eisen, das vermutl. in den Stab wie in eine Scheide zurückgestoßen werden konnte (vgl. Varro b. Serv. Verg. Aen. 7, 664. Isid. 18, 9, 4), eine Art Pike, Verg. Aen. 7, 664. Sil. 3, 250: eine Art Stilett, Stoßdegen, Suet. Claud. 13, 1; Dom. 17, 1. Alfen. dig. 9, 2, 53. – übtr., v. Stachel der Fliege (die ihn selbst prahlerisch dolo nennt), Phaedr. 3, 6, 3. – II) das kleinste Segel nach dem Vorderteile des Schiffes zu, das Vordersegel, ital. trinchetto (bei günstigem Wind gebraucht; vgl. Isid. 19, 3, 3. Drak. Liv. 36, 45, 1 auch über die Bed. v. no. I), Liv. 36, 44, 3 u. 45, 1 a.