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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): gena

gena, ae, f., gew. Plur. genae, ārum, f. (altind. hánu- h, Kinnbacke, griech. γένυς, Kinn, gotisch kinnus, Wange, ahd. kinni, Kinnlade, Backe), I) die fleischige Erhöhung unterhalb des Auges, zwischen Schläfe und Unterkiefer, deren Farbe Gemütsstimmung, Gesundheit, Krankheit usw. anzeigt, die Wange, Sing., Suet. Claud. 15, 4, Plur. = die Wangen, Cic., Hor. u.a. – zuw. auch, wie unser Wange, als edlerer Ausdruck für die ganze Backe, bes. als Sitz des Barthaares, genae leves, Quint.: tum mihi prima genas vestibat flore iuventa, Verg. – II) meton.: a) das Augenlid, imprimitque genae genam, Enn. fr. scen. 427. – Plur. = die Augenlider, pandite genas, Enn.: oculis rigentibus et genis stantibus, Plin.: ferro rescinduntur genae (der Hühner), Col. – b) die Augenhöhle, expilatque genis oculos, Ov. met. 13, 562. – c) die Augen, cornicum immeritas eruit ungue genas, die Augen der unschuldigen Krähen, Prop.: et patiar fossis lumen abire genis, Ov.