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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): murra

murra,¹ (murrha od. myrrha), ae, f. (µύρρα), I) der Myrrhenbaum, eine in Arabien wachsende Balsamstaude, deren Stengel man von unten bis oben aufritzte, um den darunter hervorfließenden Saft zu gewinnen, Plin. 12, 66 sqq. Solin. 33, 9 (wo myrrha). – meton. = der aus dem Myrrhenbaume träufelnde balsamische Saft, die Myrrhe, womit man bei den Alten die Weine schmackhafter machte, Plin. 14, 92, und die Haare salbte, crines murrā madentes, Verg. Aen. 12, 100, od. madidi murrā capilli, Ov. met. 8, 53. – auch übh. als Schönheitsmittel, Ov. medic. fac. 88. – II) die auch murris (myrris, myrrhis) u. myrrhiza genannte Pflanze, wohlriechender Kerbel (Scandix odorata, L.), Plin. 24, 154.