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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): priscus

prīscus, a, um (v. prīs, dem griechischen πρίν), alt, drückt das griechische ἀρχαιος aus und wird eig. von Dingen gesagt, die vor unserer Zeit da waren, wie pristinus von denen, die noch in unsere Zeit fallen: also I) alt, vor vielen Jahren, vor alters gebräuchlich, altertümlich (Ggstz. iunior u. recens, s. Varro LL. 10, 71), credendum est veteribus et priscis, ut aiunt, viris, Cic.: quod loquitur priscum visum iri putat, altertümlich, Cic. – dah. L. Tarquinius Priscus, als der erste seines Geschlechtes, Liv. 1, 34, 10 u.a.: Priscus Tarquinius, Liv. 5, 34, 1. – Bes. seit Augustus mit dem Nebenbegr. des Ehrwürdigen von allem, was sich auf die Urwelt od. das goldene Zeitalter bezieht, prisca gens mortalium, Hor.: priscus Inachus, Hor.: priscus pudor, Hor.: u. dah. als Lob (wie antiquus), priscam imitari severitatem, Cic.: priscos mores revocare, Liv. – II) übtr.: A) = pristinus, vorig, vormalig, Venus, Hor.: nomen, Ov. – B) nach der alten Art, streng, ernsthaft, parens, Catull. 64, 159. – Kompar. priscior, Alcim. Avit. epist. 31 (29). p. 62, 13 P.