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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): tandem

tandem, Adv. (entstanden aus tam und der Demonstrativendung dem), so weit eben, I) zur Bezeichnung, daß nach langer Erwartung etwas geschieht = endlich, doch endlich, zuletzt, Cic., Caes. u.a. – verstärkt durch iam od. aliquando, endlich einmal, doch endlich einmal, tandem aliquando Catilinam ex urbe eiecimus, Cic.: iam tandem ades ilico, Plaut. – Beim Imperat. hat schon das einfache tandem diese Bedeutung, tandem reprime iracundiam, Ter.: tandem desine matrem sequi, Hor. carm. 1, 23, 11. – Zuw. wird dem tandem auch denique pleonastisch hinzugefügt, Apul. met. 3, 22. – II) zur Bezeichnung eines heftigen Affektes in Fragesätzen = doch, einmal, endlich, in aller Welt, ums Himmels willen, quid tandem agebatis? Cic.: quo tandem modo? Cic.: quorsum tandem? Cic.: quousque tandem? Cic.: itane tandem? Ter. – III) zur Bezeichnung des Schlusses in einer Reihenfolge = endlich, kurz, Lucr. u. Quint.