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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): U

U, u, ursprünglich V, v, aus dem griech. Υ entstanden, der zwanzigste Buchstabe des latein. Alphabets, entsprechend dem griech. ου und unserem langen u (zB. Brutus wie Βροῦτος, Brutus), kurz zuw. auch dem griech. υ (zB. φυγή, fuga, u. κύµινον, cuminum), so daß dieser Laut zwischen unserem u, ü u. i schwebt, dah. er auch mit dem lat. i wechselt (zB. optumus neben optimus, satura neben satira). Die Verwandtschaft mit den übrigen Vokalen, bes. mit o u. v. ist unter diesen angegeben. – Als Abkürzung bezeichnet U. bes. urbs (Roma) in der Verbindung U.C. od. u.c. (urbis conditae) u. a.u.c. (ab urbe condita).