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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): uber

ūber,¹ eris, n. (altind. ūdhar, griech. οὖθαρ, ahd. ūtar), I) das Euter, die Zite, die säugende Brust, Cic., Verg., Plin. u.a.; uber exserere (entblößen), Val. Max.: ubera dare, Ov.: ubera dare expositis fera (v. der Wölfin), Ov.: ubera praebere, Ov., od. admovere, Verg.: ubera ducere, saugen, Ov.: raptus ab ubere, entwöhnt, abgesetzt, Ov.: im Bilde, distenta musto ubera, Colum. 3, 21, 3: putria maturi solvantur ut ubera campi, Colum. poët. 10, 90. – Sprichw., ubi uber, ibi tuber, keine Rosen ohne Dornen, Apul. flor. 18. p. 29, 7 Kr. – II) übtr.: A) der traubenförmige Klumpen, den die schwärmenden Bienen bilden, wenn sie sich an einen Baum hängen, Pallad. 7, 7, 6. – B) meton.: a) die Fruchtbarkeit, Reichlichkeit, Fülle, sowohl des Bodens als der Gewächse, divitis agri, Verg.: fe tilis ubere ager, Verg.: uber agri, Tac.: vitem ubere suo gravatam levare, Colum. – b) poet., das fruchtbare Feld, der Acker selbst, Verg. georg. 2, 234 u. 275.