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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): Capreae

Capreae, ārum, f. (Καπρέαι, auch Καπρέα u. Καπρία), kleine Insel an der kampanischen Küste vor dem Golf von Puteoli, j. Capri, ein hohes, felsiges, aber höchst reizend gelegenes u. mildes Eiland, früher der Sage nach ein Wohnsitz der Teleboer (Verg. Aen. 7, 735), später im Besitz der Neapolitaner, denen Augustus es abtauschte (Suet. Aug. 92, 1). Hier verlebte bekanntlich Tiberius die letzten sieben Jahre seiner Regierung unter Ausschweifungen, nur seinen Kreaturen zugänglich, Tac. ann. 4, 67. Suet. Tib. 40. Iuven. 10, 72 u. 93: dah. die Insel spottweise Caprineum (v. capra u. inire) gen., Suet. Tib. 43, 2. – Dav. Capreēnsis, e, kapreensisch, secessus, Suet. Tib. 43, 1.